10 Teiche Marathon

Bericht der Goslarschen Zeitung vom 03.09.2018. Zurück zur Startseite.

162 Läufer am Start
10 Teiche Marathon fördert Zusammenhalt
10 Teiche Marathon

10 Teiche Marathon
Fotos: Gietemann


Bei der 5. Auflage des 10-Teiche-Marathons gehen 162 Teilnehmer an den Start. Einige kommen von sehr weit her, andere treffen sich, um gemeinsam zu laufen. Künftig wird es wohl Neuerungen geben.

Als Maarten Haegens nach 1:24:04 Stunden ins Ziel kam, wirkte er nicht sonderlich erschöpft. Zuvor hatte er die Halbmarathon-Distanz als Sieger abgeschlossen, sein erster Gratulant war dann: Sein Hund Sky. „In den Niederlanden ist es flacher“, staunte der Läufer aus der Nähe von Utrecht, in Hahnenklee jedoch gehe es rauf und runter. „Einen normalen Halbmarathon kann man sich einteilen, das geht hier nicht.“

Bei den Damen kam Sarah Knödler aus Rietberg als Erste nach 1:44:47 Stunden ins Ziel – eine Zeit, die bei den Herren zu Platz fünf gereicht hätte. Tierische Unterstützung hatte sie nicht dabei, dafür ihre Freundin Linda Hänsel, die auf dem dritten Platz landete. „Sarah kommt aus der Ecke Bielefeld, ich aus Dresden. Da haben wir uns auf der Hälfte getroffen, um in Hahnenklee zu laufen“, erklärte Hänsel.

Für beide war es der erste Halbmarathon, beide landeten direkt auf dem Siegertreppchen. „Als Frau hat man den Vorteil, dass man sich auch mal bei den Männern in den Windschatten hängen kann“, erklärte Knödel ihr Erfolgsgeheimnis.



Zusammenhalt in der Region

„Die Natur ist schon schön, die Berge sind aber heftig“, fasste Knödel den Lauf zusammen, und damit dürfte sich Organisator Heinz Schrader bestätigt fühlen. „Die Strecke zeigt die ganze Landschaft des Harzes mit all den Teichen und Wäldern“, erklärte Schrader. Ein willkommener Nebeneffekt sei zudem ein stärkerer Zusammenhalt in der Region: „Es geht auch darum, die Leute zusammenzubringen. Es gibt kein Schützenfest mehr. Hier ist der Ort, um was zu gestalten und den Gästen was zu bieten.“

Es sei aber auch so: „Mit einem Stadtlauf kann man das nicht vergleichen. Stadtläufer wollen diesen Stress gar nicht haben, die laufen lieber im Pulk hintereinander weg. Das sieht man auch an den Teilnehmerzahlen.“

In der Tat war die Veranstaltung mit 162 Teilnehmern etwas schlechter besucht als im Vorjahr, für die Zukunft sieht er den Marathon jedoch gut aufgestellt: Im Gespräch ist eine Kombination aus Wanderaktionen und Laufveranstaltung. Der Marathon ist dabei als Hauptevent geplant, abgerundet durch Wanderungen an zwei Wochenenden. „Wir wollen die Leute ansprechen, die keine Ferien mehr haben, damit die Häuser voll sind“, erklärt Schrader.

Zurück zur Startseite.