10 Teiche Marathon

Bericht der Goslarschen Zeitung vom 19.09.2017. Zurück zur Startseite.

Landschaft lässt Qualen vergessen
10-Teiche-Marathon in Hahnenklee-Bockswiese: Viele Podestplätze für Starter aus dem Kreis Goslar

10 Teiche Marathon
Bei der 4. Auflage des 10-Teiche-Marathons belegte Matthias Hoffmann (Nr. 231) vom Läufer-Team Oker den dritten Platz auf der Halbmarathon-Strecke.
Foto: Gietemann


Von Sebastian Krause

Beim 10-Teiche-Marathon in Hahnenklee-Bockswiese zeigten sich die Läufer aus dem Kreis Goslar von ihrer schnellen Seite und landeten mehrfach auf dem Podest. Den Teilnehmern kam das Wetter zu gute. Als der 10-Teiche-Marathon an der Jugendherberge in Bockswiese gestartet wurde, da werden sich die 179 Läufer beim Blick in den Himmel wohl gefreut haben. Sportlich standen sie zwar vor einer anspruchsvollen Aufgabe, im Vergleich zum vergangenen Jahr waren die Verhältnisse aber ideal. Über das Areal des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft schien die Sonne, die Temperaturen waren angenehm. Noch viel wichtiger war aber, dass es die ganze Zeit trocken blieb. Bei der letztjährigen Auflage hatte es noch wie aus Kübeln geschüttet. „Meine Einschätzung ist wesentlich besser als letztes Jahr, auch wegen des guten Wetters“, sagte Heinz Schrader, Vorsitzender der Sportgemeinde Hahnenklee-Bockswiese. Von den guten Bedingungen profitierten bei der 4. Auflage vor allem die Teilnehmer aus dem Landkreis Goslar, die mehrfach aufs Podest liefen. Den Anfang machte im Einsteigermarathon Stefan Wilgenbus aus Hahnenklee-Bockswiese, der die 11,5 Kilometer in 42:49 Minuten absolvierte. Er war damit um mehr als zehn Minuten schneller als bei seinem dritten Platz im vergangenen Jahr. „Letztes Jahr war ich überhaupt nicht im Training“, sagte Wilgenbus. „In dieser Saison bin ich fast komplett verletzungsfrei gewesen außer im Mai. Die Zeit ist daher ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Auch Junk ist am Start

Mit Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk gab es auf der Strecke einen prominenten Starter, der mit fast 20 Minuten Rückstand auf Rang 16 ins Ziel kam. Vor dem Start habe er beim Anblick der Konkurrenz jedoch ein wenig Kummer gehabt. „Beim MTV-Altstadtlauf sehen die Sportler alle nicht so profimäßig aus“, sagte Junk, für den die Strecke anspruchsvoller war als erwartet. Im Familienduell mit seiner Frau Bettina musste er sich knapp geschlagen geben, sie war rund eine Minute schneller und wurde Dritte. Sie komplettierte damit ein reines Goslarer Siegerpodest, vor ihr landeten Katja Rattmann-Gläsener und Jennifer Portwig. „Ich mag die Strecke, schön durch den Wald“, sagte die zweitplatzierte Portwig, die auch bei der vergangenen Auflage Zweite geworden war.



Die Erfolge der heimischen Starter setzten sich beim Halbmarathon fort. Bei den Männern belegte Matthias Hoffmann vom Läufer-Team Oker in 1:29:36 Stunden den dritten Platz. „Ich laufe gerne Steigungen, daher kommt mir das Streckenprofil sehr entgegen. Das ist einfach auch eine schöne Landschaft“, sagte Hoffmann, der 2015 noch gewonnen hatte. Bei den Damen sicherte sich in überzeugender Manier Laura Hoeft aus Clausthal-Zellerfeld den Sieg. Mit ihrer Zeit von 1:48:34 Stunden hatte sie mehr als zwölf Minuten Vorsprung. „Mit der Zeit bin ich zufrieden, auch wenn ich letztes Jahr etwas schneller war“, sagte Hoeft, die anschließend an der Wurmberg-Challenge in Braunlage teilnehmen möchte.

Habedank gewinnt Marathon

Beim Marathon gingen die Goslarer hingegen leer aus. Bei den Männern setzte sich Timo Habedank aus Diekholzen durch, bei den Frauen gewann die Hamburgerin Christine Liebendörfer. „Ich habe mir im Vorfeld kein Ziel gesetzt. Ich wollte einfach Spaß haben und die Landschaft genießen, weil ich im Vorfeld schon so viel Gutes von dieser Strecke gehört habe“, sagte Habedank.

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