10 Teiche Marathon

Bericht der Goslarschen Zeitung vom 19.09.2016. Zurück zur Startseite.

Starke Leistungen im Starkregen
Die 3. Auflage des 10-Teiche-Marathons in Hahnenklee lockte rund 180 Läufer an - Ein Ehering ging verloren

10 Teiche Marathon
Start zum 10-Teiche-Marathon in Hahnenklee: Mit rund 180 Startern war das Interesse an der dritten Auflage dieser Veranstaltung groß. Foto: Gietemann

Von Sebastian Krause

Mit großer Freude gingen rund 180 Läufer beim 10-Teiche-Marathon in Hahnenklee an den Start. Der starke Regen störte nicht.
Für viele Teilnehmer waren es beste Bedingungen.


Die gute Nachricht zuerst: Die rund 180 Teilnehmer hatten bei der 3. Auflage des 10-Teiche-Marathons in Hahnenklee sichtlich Spaß. Zwar kamen alle völlig durchnässt ins Ziel, doch über das schlechte Wetter beschwerte sich niemand. Eher im Gegenteil. Die meisten fanden es sogar gut. „Der Regen ist nicht das Problem. Das ist eigentlich mein Laufwetter, ich laufe sehr gern bei Regen und weniger bei Sonnenschein“, sagte Olaf Bornack, der den Einsteigermarathon über 11,5 Kilometer gewann. Probleme gab es aus seiner Sicht lediglich bei einigen steilen Bergabpassagen und auf Steinen, die wegen des Regens sehr rutschig waren. „Ansonsten ist die Laufstrecke landschaftlich sehr schön. Wir wissen, wir kommen nächstes Jahr wieder“, so der Hallenser weiter, der gemeinsam mit seiner Frau an den Start ging. Beim nächsten Mal will er den Marathon laufen, seine Frau den Halbmarathon.

Ehering geht verloren

Guido Cabak vom Nordischen Skiverein Wernigerode hat hingegen eine persönliche Sammlung vervollständigt. Bei der 1. Auflage wurde er Dritter, im vergangenen Jahr Zweiter und diesmal reichte es zu Platz eins beim Halbmarathon. „Ich bin im vorigen Jahr knapp 1:28 Stunden gelaufen, diesmal sollte es ein Stück schneller sein. Und das hat ja ganz gut funktioniert“, sagte Cabak, der in 1:23:16 das Ziel erreichte. Damit hatte er rund zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Volker Grabenstein, der den zweiten Rang belegte. Doch dieser war am Ende nur nebensächlich, denn während des Laufs verlor er seinen Ehering. „Bei Kilometer fünf oder sechs war eine rutschige Abfahrt, und da bin ich gleich zweimal hingefallen. Dann bin ich einfach weitergelaufen, und kurz vor dem Ziel habe ich gemerkt, da fehlt doch was an der Hand“, sagte er. Danach ging er zur Sturzstelle zurück und fand den Ring. „Im nächsten Jahr komme ich wieder. Und dann werde ich dem Guido ein bisschen anstacheln, aber ohne Sturz“, sagte Grabenstein.



Österreicher verläuft sich

Mit einigen kleineren Blessuren kam auch der Österreicher Andreas Lagg auf Platz drei ins Ziel. Das war für ihn jedoch kein Problem, eine andere Sache störte ihn mehr: „Die Streckenführung war an manchen Stellen nicht gut ausgeschildert. An einer Stelle habe ich mich verlaufen“. Er nahm den 10-Teiche-Marathon zur Vorbereitung auf den Köln-Marathon, dort will er unter drei Stunden laufen. „Da hat mir das Höhentrainingslager im Harz hoffentlich ganz gut getan.“ Bei den Frauen ging der Sieg auf der Halbmarathon-Strecke an Diana Thormeier. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, und auch nicht mit so einer guten Zeit. Ich bin wirklich stolz auf mich“, sagt sie zu ihren 1:46:29.

Jägerfeld einsame Spitze

Mit einer ganz starken Zeit von 2:51:48 gewann Sebastian Jägerfeld (Harzer Keiler Run) den Marathon. Damit hatte er über eine halbe Stunde Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „In den letzten vier Wochen habe ich mich schon extrem darauf vorbereitet. Da bin ich rund 90 Kilometer in der Woche gelaufen. Hat sich auch gelohnt“, sagte er nach seinem ersten Sieg in diesem Jahr. „Die Strecke ist vom Profil her schön, die Anstiege nicht zu hart. Ich denke mal schon, dass ich nächstes Jahr wieder hierherkomme.“

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